Schemini Azeret und Simchat Tora

Schemini Atzeret und Simachat Tora

Schemini Azeret und Simchat Tora folgen unmittelbar auf den sieben Tage dauernden Sukkot am 22 (Schemini Atzeret) und am 23. (Simchat Tora) Tischri. Sie sind aber unabhängige Feiertage, die an sich nichts mit Sukkot zu tun haben. An Simchat Tora feiern wir das Ende und den Anfang des Tora-Zyklus. Damit sind wir wieder bei Genesis, was wir bei Rosch ha-Schana schon behandelt haben.

An Schemini Azeret finden wir eine weniger ins Auge stechende, aber nicht weniger wichtige Verbindung zwischen Umweltfragen und Judentum. Die Mischna lehrt uns, dass Sukkot die Zeit ist, in der die Welt für das Wasser gerichtet wird. Heutzutage kann man dazu unseren Umgang mit Wasser hervorheben. An Schemini Atzeret, das nach Ende des Sukkots stattfindet, werden die Gebete in der Synagoge um ein Gebet um Wasser ergänzt. Damit rückt die Winterzeit näher und damit der Anfang des Vegetationszyklus im Nahen Osten. Obwohl der Simchat Torah Sukkoth und Schemini Azenret nur durch Zufall auf nacheinander folgende Tage fallen, ist es nicht merkwürdig, dass der Tora-Zyklus mit dem Anfang des Vegetationszyklus zusammenfällt. Das Gebet “Geshem” (auf Hebräisch „Regen“) erinnert uns an unsere Verbindung mit dem Wasser, es ist sogar vom Brit Maim (Bund des Wassers) die Rede. Die Juden glauben, dass der Regen direkt von G’tt geschickt wird. Hier findest du bald unsere Quellen und Texte über den Bund des Wassers.