Zedaka

Zedaka steht normalerweise für Rechtschaffenheit. Es kommt von Zaddik, was Gerechtigkeit bedeutet. Im jüdischen Alltag bedeutet Zedaka Wohltätigkeit. Wohltätigkeit ist eines der interessantesten Elemente der jüdischen Sozialgeschichte, und es ist auch unser Zukunftskapital in umweltpolitischen Fragen. Ein guter Mensch ist auch ein wohltätiger Mensch. Das sind nicht nur bloße Worte, es ist eine Mizwa – eine Pflicht. Wenn man einen Bedürftigen sieht und gar nichts macht, verletzt man eine der wichtigsten jüdischen Werte – das Mitgefühl. Es gibt sogar Vorschriften, wie viel Zedaka man genau geben soll: Es soll der zehnte Teil dessen sein, was man verdient. Definitiv soll man sich selber nicht arm machen, Zedaka soll eine Hilfe sein, aber keine übermäßige, es ist eine Mizwa, mindestens 10% an diejenigen, die Hilfe brauchen. Die Hilfe soll aber keine 20% überschreiten, denn das wäre zu viel. Man kann sich durch Wohltätigkeit im Judentum nicht ärmer machen. Trotzdem gilt, dass selbst derjenige, der Zedaka bekommt, Zedaka geben soll. Selbst wenn es sich nur um einen kleinen Beitrag handelt. Es soll auch nicht nur Juden betreffen, sondern alle bedürftigen Menschen. Zedaka bedeutet nicht nur Hilfe für die Armen, sondern auch Förderung, so gehören auch Investitionen in Stipendien, Bildung, Krankenhäuser etc. dazu. Also wird soziale Hilfe auch als Wohltat - Zedaka gesehen. In vielen Ländern ist es schwierig, Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung zu erhalten. Diese Länder sind meistens auch besonders von Problemen wie Billiglöhnen und Umweltverschmutzung betroffen. Wir in Europa haben saubere Luft und sehen nicht, was in Ländern der Dritten Welt passiert. Damit lassen wir außer Acht, dass andere Menschen dort unsere Hilfe und Unterstützung brauchen.