Möbel

Bei uns allen stehen einige Bäume in den Wohnräumen: Das Neujahr der Bäume und Pflanzen, Tu BiSchwat, kann uns Anlass sein, unseren Umgang mit Holz und Papier zu überdenken. Beim Kauf neuer Möbel denkt man wenig an den Zusammenhang solcher Faktoren wie etwa: Design, Möbel, Holz und Umweltschutz. Aber die größten Dinge zählen auch zu den größten Problemen. Gleiches gilt selbstverständlich auch für Sanierungen und Bauarbeiten - das macht man aber relativ selten.

 

Unseren Rat kann man mit einer Formulierung ausdrücken: „Reduce, reuse, recycle!“, das haben Juden schon immer gemacht – hier findest du die besten Beispiele wie es in den Zeiten der Mischna war – in Kelim, einem Mischna Traktat gibt es eine ganze Diskussion, was mit alten Möbelstücken geschehen soll, damals hat man zum Beispiel alles wiederverwendet und selten etwas weggeschmissen! In jener Zeit waren alle Meister in Recycling.

 

Zehn Grundsätze einer guten Wohnungsplanung Mehr…

 

  1. Bevorzuge Secondhand Möbel. Suche nach gebrauchtem Mobiliar und Antiquitäten. Internet und Flohmärkte sind die besten Adressen dafür. Die alten Möbel behalten ihren Wert, während neue Sachen bereits im Moment des Kaufes 20% Prozent ihres Wertes verlieren. Alte Möbel haben Geschichte, manche nennen es sogar „Seele“. Mit ihrer Nutzung verbraucht man kaum neue Ressourcen und vor allem Holz gilt als sehr langlebiges und dauerhaftes Material. Gute und günstige Gebrauchtmöbel gibt es beispielsweise auf Craiglist, Ebay, und Online Kleinanzeigen, oder Anzeigenblättern sowie in größeren Städten in sogenannten Umsonstläden für Bedürftige. Empfehlenswert sind auch Recyclingmöbel z.B. aus dem Portal Öko-Möbel.

  2. Falls du dir neue Sachen anschaffen willst, achte auf zertifizierte Produkte (das gilt für jeden Einkauf: Prüfe die Zertifikate bzw. ihre Standards): Im Bereich der Papier- und Holzprodukte ist hierzuladen das FSC-Zertifikat unter den wichtigsten:



    Die Stiftung Unternehmen Wald warnt vor falschen Zertifizierungen. Bei den grünen Logos die anders aussehen als diese kann es sich um sogenanntes Greenwashing handeln, d.h. bewusste Täuschung des Verbrauchers.

  3. Meide exotisches Holz, denn es kommt etwa zur Hälfte aus illegalen Urwaldabholzungen.

  4. Kaufe lokal! Es ist empfehlenswert, Sachen zu kaufen, die zumindest in Europa und somit aus dem hiesigen Holz hergestellt wurden. Lokal und zertifiziert bedeutet auch weniger Transport und somit auch weniger Schaden an der Umwelt.

  5. Bemühe dich, gute Qualitätsartikel zu kaufen und achte darauf, dass sich die Dinge leicht reparieren lassen. Folge mal dem Rat der Großeltern und kaufe weniger, aber besser!

  6. Kaufe eher neutrale Muster und vermeide zu viel Extravaganz - zum einen wechselt die Mode häufig und außerdem besteht die Gefahr, dass du dich schneller daran satt siehst. Zu viel Buntes, Plastik, Glitzer- und andere Kunststoffmaterialien werden dich sehr schnell langweilen oder sogar nerven. Wenn du eine gute Basisausstattung hast, kannst du Details immer wieder ergänzen und austauschen.

  7. Wenn du etwas nicht mehr brauchst, gib es weiter!

  8. Der letzte Modeschrei sind Recyclingmöbel. Holz hat eine sehr lange Lebensdauer und lässt sich wiederverarbeiten. So gibt es Designer, die aus Second-Hand-Produkten neue Möbel herstellen. Manchmal entstehen echte Kunststücke aus gebrauchten Materialien wie Holz, Metall und Plastik. Lese mehr über Recyclingdesign.