Elektrogeräte

Tipps zum Energiesparen findest du im Abschnitt über Elektrizität.
Hier wollen wir ökologische Elektrogeräte besprechen. Was hat Ökologie mit Elektrogeräten zu tun, abgesehen vom Energieverbrauch? Der Knackpunkt ist der Ressourcenverbrauch und die Herstellung. Und hinterher entsteht das ganze Problem des Recyclings. Sehr oft wissen wir nicht, was mit Elektrogeräte nach dem Entsorgung passiert. Wusstest du, dass nur 20% der Elektrogeräte recycelt werden? Viele Geräte werden unter fragwürdigen Umständen hergestellt. Es gibt Gold in deinem Handy: Jährlich werden 2 500 Tonnen Gold gefördert, davon landen 300 Tonnen in Handys. Koltan ist beispielsweise wichtig in der Produktion der Bildschirme, sie werden unter politisch fragwürdigen Umständen gefordert. In den Koltanbergwerken im Kongo arbeiten oft Kinder.

Elektrogeräte werden von verschiedenen Organisationen auf ihre Produktionsweise, ihren Ressourcenverbrauch und ökologische Funktionsfähigkeit getestet. Solche Rankings erstellen folgende Institutionen:

  1. Ecochoice für Deutschland: http://www.ecochoice.de/
  2. Greenpeace nimmt die Politik von ganzen Unternehmen unter die Lupe, hier findest du ihr Ranking auf Englisch
  3. Good Guide testet beinahe alles - Elektronik, Schönheits- und Pflegeprodukte, Handys und Kleider. Es ist recht interessant: Du tippst den Produktnamen ein und sofort bekommst du eine interaktive Auswertung, die du durchklicken kannst. Hier findest du detaillierte Informationen: http://www.goodguide.com/

Wenn du mehr wissen möchtest lese weiter

Unser Leben scheint kaum mehr möglich ohne Computer, Handy, MP3-Player und vielen weiteren tollen Dingen. Dagegen lässt sich nur schwer etwas machen und wir wollen hier auch nicht dazu anstiften, sich komplett aus der vernetzten Welt zurückzuziehen und beispielsweise den Gebrauch des Smartphone zu boykottieren.

Aber wusstest du, dass bei der Herstellung eines Laptops 200 kg des Treibhausgases CO2 ausgestoßen werden? Bei einem Desktop-Computer sind es bereits 800 kg. Die Erde verträgt eine jährliche Belastung von etwa drei Tonnen pro Einzelperson (der deutsche Durchschnitt liegt mit ca. 11 Tonnen weit darüber).

Wenn wir alle zwei Jahre unseren Rechner erneuern, sollten wir die so entstehende hohe Umweltbelastung bedenken, die weitaus mehr umfasst als nur die CO2-Emissionen. Wenn wir an Umweltverschmutzung denken, neigen wir oft zum Glauben, dass wir selbst mit unserem Konsum nur einen geringen Einfluss auf die Umwelt haben und es die Industrie sei, die die größten Schäden verursacht. Diese aber richtet sich nach uns Konsumenten und mit einem Einkauf unterstützen wir den Herstellungsprozess.

Im Fall einer Chip-Fabrik belaufen sich die Kosten von Wasser und Energie auf ca. 20 bis 25 Millionen Dollar im Jahr - das bedeutet, dass die Produktion von Elektronikwaren eine erheblichere Umweltbelastung bedeutet, als wir Normalkonsumenten häufig vermuten.

Wir empfehlen dir im Folgenden einige Internetseiten, die sich mit den Problemen der Produktion und den Kosten von Elektrogeräten auseinandersetzen. Vor allem wird dabei auf das Problem der kurzen Lebenszeit von Elektrogeräten eingegangen. Hier wird dir verraten, warum dein Smartphone so schnell kaputt geht und warum du deine Fernbedienung nicht reparieren kannst, sondern eine neue kaufen musst.

Vier allgemeine Tipps

  1. Schalte Elektrogeräte immer aus, wenn du sie nicht benutzt.
  2. Probiere mal einen „Öko-Schabbat“ und versuche an diesem Tag wirklich „abzuschalten“.
  3. Repariere! Und halte dich somit an das Gebot Baal Taschchit – gegen die Verschwendung der natürlichen Ressourcen, die unter anderem auch in deinem Laptop stecken.
  4. Bringe deine alten Geräte zurück ins Elektrogeschäft. Die Hersteller sind nämlich gesetzlich dazu verpflichtet, diese zu recyceln.

(Quellen: Anne Leonhard The Story of Stuff. Wie wir unsere Erde zumüllen Berlin 2010)